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Kamerakran meets Laterne II

Nachdem wir unsere Karten hatten, ging die eigentliche Warterei eigentlich erst richtig los. Wir hatten mal wieder genügend Zeit, komische Leute unter die Lupe zu nehmen und zu raten, wer heute alles dabei sein könnte. Zwar waren anfangs schon Maike Tatzig, Maddin Schneider, Olli Welke und Söhnke Möhring auf dem Weg zu den Proben an uns vorbei gelaufen, aber das ging natürlich mal wieder zu schnell, um richtig gucken und sich das alles merken zu können ;-) Außerdem wussten wir ja nicht, ob das jetzt alle waren und ob die Leute, die mitgegangen waren und die wir nicht kannten, auch neue Darsteller waren oder wirklich nur mitgehende Leute.

Bei der Warterei kamen wir auch aus dem Zittern nicht mehr raus, da es im Foyer ziemlich kalt war. Umso besser fanden wir es, als kurz nach 19 Uhr endlich der Einlass ins Studio begann. Die neue Einlass-Methode geht ja jetzt nicht mehr über Platznummern, sondern nur noch über die Karten-Kategorien, d.h. die anderen drei mussten sich trotz Plätze in der zweiten Reihe beeilen, ins Studio zu kommen, da sie sonst im dümmsten Fall nicht nebeneinander gesessen wären. Sozusagen hat man im Studio jetzt »freie Platzwahl pro Reihe«.
Da ich »alleine« saß, hatte ich vor Beginn des WarmUps noch genügend Zeit, die neue Wohnung von Jürgen Vogel zu inspizieren.

Das WarmUp fing auch bald an, ebenso auch die Aufzeichnung. Maike Tatzig moderierte von der Treppe aus die Folge an und ging dann nach oben auf ihren Platz, während der Kamerakran runter zur Wohnung sauste und -zonk- mal wieder voll gegen die arme Laterne krachte, die gerade dorthin geschoben wurde. Die Darsteller schauten nur kurz hinüber, während das Publikum immer mehr zu lachen begann, da diesmal der komplette obere Aufsatz der Laterne abgefallen war und nur noch eine Glühbirne die Spitze der Laterne zierte. Die schuldige Laternenschieberen hielt beschämt den Laternenaufsatz in der Hand und brachte ihn kurz darauf wieder in Position – wie genau, wissen wir leider nicht, wir haben inzwischen dann doch wieder alle auf die Bühne geschaut, die die Aufzeichnung nicht abgebrochen wurde und die Darsteller zu spielen begonnen hatten.

Zu viel möchte ich über die Aufzeichnung gar nicht verlieren, aber ich denke, ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass die Aufzeichnung absolut gelungen ist. Jürgen Vogel hat mich mit seiner Impro-Beherrschung definitiv überzeugt und auch die anderen Darsteller waren gut in Form, sodass es andauernd etwas zu lachen gab und es einem nie langweilig wurde.

Insgesamt hat sich die Fahrt natürlich gelohnt. Erstens weiß ich jetzt, dass ich ganz beruhigt sein kann, was die neue Schillerstraße anbelangt, denn die Aufzeichnung hat mir gezeigt, dass sie definitiv mindestens genauso lustig wird, wie die alte Schillerstraße. Und zweitens sieht man auf diesem Wege gleich mal wieder ein paar Leute :-)

sh

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