Nun war es also wieder so weit: Nachdem ich am 10. Dezember bei Jürgen Vogels Einzug in die Schillerstraße dabei war, konnte ich nun, 3 Aufzeichnungen später, gucken wie er sich eingespielt hatte. Und was muss ich sagen? Er hat sich tatsächlich eingespielt, richtig gut!
Etwas verspätet durften wir so gegen viertel nach sieben endlich ins Studio gehen. Wir gingen vorbei am Schillereck und fanden dann schnell unsere Plätze in der dritte Reihe. Super Plätze :-) Jetzt hieß es erneut warten. Wie immer. Aber es war diesmal ein bisschen anders. Sonst starrte man immer in die Wohnung und suchte nach neuen Gegenständen, die einen Hinweis auf die Folge geben könnten. Aber jetzt? Die ganze Wohnung stand ja voll mit neuen Gegenständen und Möbeln. Sieht aber besser aus, als ich befürchtet hatte. Gut, das weiße Sofa ist weg, das hätte eigentlich schön da bleiben können. Jetzt steht da eine braune, durchgesessene Couch. Ansonsten ist die Wohnung vielleicht etwas voll geworden, aber man sieht, dass da jetzt ein Mann drin wohnt.
Nach einer Weile kam dann Christian Oberfuchshuber und machte das Warm-up. Er pickte sich Melanie und Petra aus dem Hunsrück raus. Melanie sollte nun mal zeigen, wie man im Hunsrück so richtig abgeht. Ich stupste Steffi an und meinte lachend: »Cor-du-la! Cor-du-la!«, wie es einmal eine Frau getan hatte. Melanie konnte es aber besser, wirbelte beim Jubeln, Klatschen und Trampeln sogar noch ihre Haare durch die Gegend und schleuderte ihr Arme herum. Christian Oberfuchshuber lachte und meinte, das wäre ja schon ganz gut gewesen, aber nun solle sie es nochmal so versuchen, dass es nicht so aussieht, als hätte sie heute morgen vergessen, ihre Pillen zu nehmen. Christian forderte Petra auf, mitzumachen, weil sie so schadenfroh daher lachte. Anschließend sollte es der Sitznachbar aus Gummersbach auch mal versuchen, der rief laut »Juchuuuu!« *wegschmeiß*
Während des Warm-ups beobachteten wir auch immer das Geschehen links neben uns hinter dem schwarzen Vorhang. Steffi und ich erinnerten uns daran, wie dort einst Kisten gestanden hatten und sämtliche Comedians mit Getöse, Geplapper und Gelächter gegengelaufen waren. Die Kisten standen nun zwar nicht dort, aber vielleicht sah man ja doch etwas. Es kamen 1—2 Mal eine Trupp verkleideter Karneval-Statisten vorbei, einer davon kam an einem Übergang vom einen zum andern Vorhang gegen den Stoff, der ein wenig wegwehte. Viel sehen konnte man trotzdem nicht, lediglich ein paar Männerbeine, das in grüner Strumpfhose dort lang stapfte. »Maddin geht als Robin Hood!« schoss es mir durch den Kopf, ich teilte diesen Gedanken Steffi mit und kurz später kam dann Maike Tatzig.
Nach einer Runde Spökes mit Maike Tatzig und Christian Oberfuchshuber holte Maike Tatzig dann Jürgen Vogel rein. Er erzählte, dass er nur einmal bei Karneval in Köln gewesen. Er würde auch eigentlich keine Karnevalslieder kennen, er kenne nur das — und er machte es gröhlend nach — folgende: »Uuuööaahaaa Kölleeeeee!!!« Deshalb fragte er, wer denn im Publikum aus Köln käme. Ungefähr 3—5 Leute meldeten sich. Dann fragte er lachend, wer denn aus Düsseldorf käme, freudig rufend meldeten sich 2—3 Leute, über die Jürgen Vogel wiederum lachen musste.
Maike Tatzig fragte Jürgen Vogel dann, ob er die nächsten Gäste reinholen wollen würde. Aber er wollte nicht so gerne. Maike Tatzig meinte lachend, er würde bestimmt die Namen noch nicht so kennen. »Genau.« Christian Oberfuchshuber hielt Jürgen Vogel dann sein Mikro hin, Maike Tatzig ebenfalls. Dann sah sie, warum er ihm das Mikro hingehalten hatte — es klebte ein Spickzettel dran! *lach* Jürgen Vogel las also vor: »Jürgen Vogel!!!« *wegschmeiß*
Als nächstes kam dann jedoch Lisa Feller, als Cowgirl verkleidet, danach Olli Welke. Ich rätselte kurz, ob er auch als irgendwas verkleidet war, er hatte unter seiner Jacke etwas an, was nach einer schwarzen Weste aussah. Aber es war lediglich ein Pullover mit Reißverschluss. Vielleicht liegts daran, dass wir ihn in der Schillerstraße ja sonst noch nie in normalen Klamotten gesehen haben. War aber schön so *g*
Dann überlegten sie, ob sie den nächsten Gast reinholen sollten. Maike Tatzig: »Deshalb haben wir ja auch etwas später angefangen, weil wir uns erstmal noch 'ne Runde kaputt lachen mussten.« Jürgen Vogel rief nach Maddin Schneider und meinte, der solle lieber hinten bleiben, dann sei die Überraschung größer. Das meinte Maike auch. Maddin Schneider rief von hinten um die Ecke laut »Halloooo!« aber es hörte fast keiner. Deshalb lief Maike Tatzig nach hinten, Maddins Mikro wurde kurz angemacht und er konnte das Publikum begrüßen und das Publikum ihn.
Thomas M. Held, vom dem Steffi auch vorher gesagt hatte, dass er kommen würde, kam leider nicht. Schade fand ich. Naja, Christian Oberfuchshuber sagte noch mehrmals, dass wir doch allen Bescheid sagen sollen, dass sie am Freitag Schillerstraße gucken müssen: »Schreiben Sie noch Rundmails, sagen Sie Ihren Freunden Bescheid!« Wir sollten das auch in unseren social networks bekannt geben und er nannte eines, in dem schätzungsweise vielleicht gerade mal 1/6tel des Publikums angemeldet sein könnte, wenn überhaupt. Halt nicht so ein großes, musste ich auch erstmal ein bisschen drüber lachen. Aber er hatte es ja nur gut gemeint ;-)
Maike Tatzig ging auf die Treppe, um die Anmoderation zu machen, Jürgen Vogel ging in die Wohnung. Er setzte sich eine Oma-Perücke auf, die, wie Steffi mir schon erzählt hatte, zu seiner neuen Rolle gehörte: er hatte wohl ein Angebot von der Telenovela »Verliebt in Köln« bekommen und sollte da eine Oma spielen. Oma Liese oder so. Jedenfalls meinte Maike aber, er solle die doch nochmal abnehmen, weil sie sonst bei der Anmoderation so lachen müsse. Er nahm sie also wieder ab und setzte sich brav in einen Basketballstuhl und wartete ab. Maike begann zu sprechen und drehte sich dabei einmal rum. Als sie Jürgen nicht mehr sehen konnte, setzte er die Perücke wieder auf.
Als die Folge dann vorbei war, wurden noch eben ein paar Fotos gemacht und schon eilte das Publikum hinaus.
af
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